Flüchtlingskinder Diyarbakir


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2005 Haus des Lebens

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„Haus des Lebens“ für Straßenkinder


Mit Unterstützung der Türkischen Apotheker-Vereinigung (TEB) und der Europäischen
Union wird in Diyarbakir ein „Haus des Lebens“ eingerichtet. Mit diesem auf 430 000
Euroveranschlagten Projekt wird drogenabhängigen Straßenkindern die Möglichkeit
medizinischer und psychologischer Behandlung sowie einer Berufsausbildung gegeben.

Wie der TEB-Vorsitzende Mehmet Domac erklärte, seien aufgrund von Flucht und Armut
auf der Straße lebende und arbeitende Kinder jeder Art von Krankheit und Gewalt ausgesetzt.
Diese Bedingungen führten zu erhöhter Gewaltbereitschaft bei den Kindern selbst. Die
Kriminalitätsrate drogenabhängiger Kinder sei nicht nur aufgrund der Abhängigkeit hoch.
Ebenso reagierten die Kinder auf die Gewalt der Straße mit Gewalt. „Die Probleme, die
Kinder dazu zwingen, auf der Straße zu leben und die sie abhängig machen, sind von uns
geschaffen. Deshalb müssen wir sie auch bekämpfen. Deshalb haben wir in Zusammenarbeit
mit der Stadtverwaltung, dem Gouverneur, örtlichen zivilgesellschaftlichen und öffentlichen
Einrichtungen sowie internationalen Einrichtungen das Projekt „Haus des Lebens“ entworfen.
Die Eröffnung ist für September geplant.“

Im „Haus des Lebens“ soll Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren neben Behandlung,
Beratung und Ausbildung vor allem das Bewusstsein vermittelt werden, „dass auch sie das
Recht auf ein normales Leben haben“, so erklärt Domac. Von den notwendigen 430.000
Euro für das Projekt werden 70.000 von der TEB gestellt, der Rest aus einem EU-Fond.
(Quelle: Özgür Politika, 21.5.2005)


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