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2007 EU Projekt

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EU ermöglicht türkischen Kinderarbeitern Schulbesuch


Mit einem 5,3 Millionen Euro schweren Projekt will die EU gegen die Kinderarbeit in der
Türkei vorgehen. Nach Schätzungen der International Labour Organisation (ILO) besteht ¼
der türkischen Bevölkerung aus Kindern zwischen sechs und siebzehn, von denen jedes
zehnte im Straßenverkauf oder als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft tätig ist. Insgesamt
sind etwa 1,85 Millionen Kinder betroffen.

Beinahe 3000 Kinderarbeiter profitieren momentan von dem Projekt der Europäischen
Union, dessen Ziel es ist, den Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. Im Rahmen des
Projektes wird den Kindern Lernmaterial zur Verfügung gestellt, es wird überwacht, dass sie
auch wirklich zur Schule gehen und nicht wieder zurück zur Arbeit, und es werden
Essenspakete ausgegeben.

Auch die Eltern der Kinderarbeiter werden mit einbezogen: Es werden Alphabetisierungsund
Berufbildungskurse angeboten um ihnen einen Weg aus der Armut aufzuzeigen und sie
nicht mehr auf die Arbeit ihrer Kinder angewiesen sind.

Auch wenn sich die Türkei nach einer schweren Wirtschaftskrise im Jahr 2001 mittlerweile
wieder erholt hat, lebt ¼ der Türken unter der Armutsgrenze. Zudem wird die Kinderarbeit
dadurch begünstigt, dass die Türken, als Folge ihrer Armut, oft innerhalb des Landes
umziehen: 50% der Türken leben nicht an dem Ort, an dem sie geboren wurden.

Die EU plant der Türkei insgesamt 200 Millionen Euro für die Schaffung von Arbeitsplätzen
und zur Verbesserung des Bildungssystems zur Verfügung zu stellen.
Quelle: aktiv-gegen-kinderarbeit.de


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