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2008 EU Kommission

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Europäische Kommission:
Kinderarbeit wirksamer bekämpfen



Kinderarbeit ist nach wie vor ein weltweites Problem. Anlässlich des Weltkindertag haben EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner, EU-Handelskommissarin Ashton, EU-Entwicklungshilfekommissar Michel und EU-Beschäftigungskommissar Špidla eine gemeinsame Erklärung heraus gegeben. "Derzeit sind schätzungsweise rund 165 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren von Kinderarbeit betroffen. Kinderarbeit stellt eine schwere Menschrechtsverletzung dar und untergräbt die Bemühungen, das Millenniumsentwicklungsziel der allgemeinen Primarschulbildung zu verwirklichen. Wir werden unsere gemeinsamen Anstrengungen fortsetzen und weiter auf die Erreichung unseres gemeinsamen Ziels der Abschaffung der Kinderarbeit hinarbeiten", so die Erklärung der EU-Kommission.

Die Bekämpfung der Kinderarbeit stehe im Mittelpunkt der EU-Menschenrechtsagenda, so die EU-Vertreter, daher müsse sie auf allen Ebenen und von allen Beteiligten gemeinsam abgestimmt und angegangen werden. "Wir werden weiterhin mit Partnerländern und internationalen Organisationen, aber auch mit dem Privatsektor, Gewerkschaften und nichtstaatlichen Akteuren zusammenarbeiten, um weltweit die soziale Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) zu fördern, " heißt es weiter. Die EU-Kommission unterstützt weltweit unterschiedliche Maßnahmen, die die Rechte der Kinder stärken und ihre Ausbeutung eindämmen.

So wurden mittels der Europäischen Initiative für Demokratie und Menschenrechte verschiedene Projekte von Nichtregierungsorganisationen in allen Erdteilen unterstützt. Zudem konnte die EU-Vertretung in der Türkei mit einem Budget von über fünf Millionen Euro eine Initiative fördern, die rund 3000 türkischen Kindern und ihren Familien in mehreren Provinzen Bildungs- und Rehabilitationsmaßnahmen zukommen lässt. Nicht zuletzt unterstützt die Europäische Kommission auch Initiativen der Wirtschaft zur Förderung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen, bei denen an die soziale Verantwortung der Unternehmen appelliert wird.

(Quelle: Pressemitteilung Vertretung der EU in Deutschland vom 20.11.2008)


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